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 Der Weg ist das Ziel. Von Raben, Wölfen und alten Bullen.

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Tankahe

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Anzahl der Beiträge : 7
Anmeldedatum : 18.02.11

BeitragThema: Der Weg ist das Ziel. Von Raben, Wölfen und alten Bullen.   So Mai 08, 2011 5:58 am

Noch bevor An´she sich durch den goldenen Rand am Horizont ankündigt, und kurz bevor auch die hellsten Sterne sich hinter dem blassen Morgenblau verbergen, sogar noch bevor der Tau an den Grashälmen der weiten Grasebenen im ersten Licht zu glitzern beginnt, um dem goldenen Auge einen kaum in seiner ganzen Schönheit zu ergreifenden Empfang zu bereiten, hört man das schlagen von Flügeln in einer Stunde in der die Welt den Atem anhält, noch vor dem Tag. So mag das leise Flügelschlagen den Eindruck erwecken als hielte die Welt den Atem an, für das Wesen das für den einzigen weithin hörbaren Laut in weitem Umkreis verantwortlich ist.

Schwarze Federn tragen das Tier durch die kühle Morgenluft, dunkle, scharfe Augen aus denen man gut und gerne weitaus mehr intelligenz als in vielen Zweibeinern abließt machen weit unten das schwache glimmen verbrannter Hölzer, die hellen Tierhäute mit denen Zelte und Dächer bespannt wurden aus. Der Rabe kennt den Weg, er wurde ihm ausführlich erklärt und der Rabe hat zugehört.
Er weiß auch die Zeichnungen auf den Tierhäuten der Dächern zu deuten, kennt diesen Ort, als wäre er schon oft dort gewesen. Er kennt ihn nicht, aber er hat zugehört, überfliegt die große Feuerstelle in der Mitte des Dorfes, gleitet auf der aufsteigenden Hitze der Flammen, die sein Gefieder düster schimmern lassen dahin und findet den Weg in eines der Zelte, die auch die Dorfbewohner für gewöhnlich nutzen.
Ohne zu zögern marschiert der große schwarze Vogel mit vor und zurück wippendem Kopf zwischen den gleichmäßig atmenden Tauren hindurch, seine Gefühle leiten ihn, sein Instinkt, der ihm ein Zeichen gibt wenn er vor dem richtigen Nachtlager angekommen ist.
Und als ihn die leise über den Holzboden kratzenden Krallen zum richtigen Lager gebracht haben, breitet er die Flügel aus um sich kurz in die Luft zu heben und der schlafenden Tauren auf der sich gleichmäßig hebend und senkenden Brust zu landen. Der Rabe sieht sie sich mit vogeltypischen, leicht zur Seite geneigtem Kopf an, dann, nachdem er sich sicher auf der richtigen gelandet zu sein, legt er ein gerolltes Pergament neben ihrem Kopf nieder und beginnt mit dem Schnabel an ihren Ohren zu zupfen, leise zu krächzen ...



<Munin hat dich also gefunden, Schwester. Ich hoffe es hat nicht zu lange gedauert. Gib nicht Ihm die Schuld, denn er ist mir ein guter Freund geworden. Der Erste und nicht der letzte auf meiner Reise. Wie gerne hätte ich dir selbst gesagt weswegen ich gehen musste, dir und Großvater Nachtfell, dem Stamm. Ich musste lachen. Als ich ich diese Nachricht geschrieben habe habe ich daran gedacht wie er mich ermahnt hatte ihn nicht Großvater zu nennen.
Shylenai habe ich noch davon erzählt was mich fort zog. Aber ich weiß nicht wieviel sie davon verstanden hat.
Ich selbst begreife es noch nicht ganz. An so viele Dinge habe ich gedacht und erst so spät habe ich mich an die Geschichte erinnert, die du mir vor einiger Zeit am See erzählt hast. Mir kommt es fast wie eine Ewigkeit vor.
Ich möchte dir nicht Noch ein Bruder sein der spurlos verschwindet. Und ich werde wieder kommen. Mein Herz ist bei euch und ohne Herz lebt man nicht lange.
Auch wenn ich nicht selbst da bin, möchte ich euch an dieser Reise teilhaben lassen. Munin wird mir dabei helfen.>

Erster Teil - Visionen

Meine Gedanken jagen sich. Drehen sich immerwieder nur um dieses Eine Bild, das mir zunächst unregelmäßig, dann immer häufiger und schließlich fast jede Nacht den Schlaf raubte. Wie ich dieses Bild drehe und wende, wieoft ich versuche länger zu schlafen um diesen Traum zu Ende zu träumen, es verändert sich nichts.
Ich träume von einer Ödnis, einem kargen Land in dem so gut wie nichts wächst. Von einem Weg, an dem sich rechts und links aber nur sehr selten ein Büschel trockenes Gras, ein im Wind knisternder und knackender Strauch, kurz davor vom Wind abgebrochen zu werden sich im harten, staubigen Boden festklammern.
Ich drehe mich, blicke in jede Himmelsrichtung und sehe bis zum Horizont nicht mehr als diese Ödnis und inmitten von allem einen Tauren in einiger Entfernung stehen. Er sieht meinem Vater zum verwechseln ähnlich, vermag ihn aber nicht genau zu erkennen, denn nähern kann ich mich ihm nicht.

Es fällt mir schwer zu gehen, ich bin immerwieder versucht umzukehren, zurück zu kehren, sobald ich aber nur daran denke überblendet das Bild aus aus meinen Träumen alle anderen von meiner erst vor kurzem gefundenen und zu schnell wieder verlassenen Heimat. Für eine Zeit lang dachte ich an die Geschichte des jungen Jägers, der dem fallenden Stern folgte, ihn aber nie gefunden hat.
Damit wollte ich meine Suche nicht vergleichen, denn wenn ich den Ort aus meinem Traum und den Tauren nicht finde, fürchte ich niemals wieder zur ruhe kommen zu können.
Die Tage vergehen schnell wenn man nur durch Steppen geht, auf der Suche nach einem noch trockeneren Land. Man wirft mir seltsame Blicke zu und wundert sich das Ich das trockene Land suche, wo alle anderen immer auf der Suche nach einer Oase sind. Im Brachland habe ich viele nach meinem Ort gefragt, habe ihn beschrieben, viele haben nach Desolace gewiesen. Also bin ich gerade auf dem Weg dorthin - als ich diese Nachricht gescrhieben habe saß ich auf einem Felsen im Steinkrallengebirge.

Das graue Land liegt vor mir. Ich hoffe das ich dort finde was ich suche und bald zu euch zurück kehren kann. Ich wünsche mir nur Frieden für den Stamm, damit der Häuptling seinen Wächter der nicht da ist nicht vermisst. Falls ihr mir schreiben wollt, Munin wird eure Worte zu mir tragen. Behandelt ihn gut.
Die Winde leiten - Tankahe Weitschritt Dunkelhuf.








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