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 Caiute Sturmkrähe stellt sich vor

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Caiute Sturmkrähe

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BeitragThema: Caiute Sturmkrähe stellt sich vor   Sa Mai 07, 2011 8:25 pm

Das kleine Feuer brannte fröhlich knisternd und knackend und erhellte einen kleinen Kreis in der Dunkelheit auf den Ebenen Mulgores. Es spiegelte sich in 2 Augenpaaren, eines davon sah aufmerksam in die Dunkelheit, das andere blickte leer in die Flammen.
Amarunaq konnte spüren, das Caiute wieder einmal in seine Traurigkeit verfallen war. Es gefiel ihm nicht, wenn sein Freund so vor sich hin brütete, doch es gab auch nichts, was er dagegen tun konnte. So war es jedes Mal danach. Caiute fühlte sich hinterher immer so und Amarunaq wusste nicht, warum Caiute trotzdem immer so weiter machte. Alles, was er tun konnte war, doppelt so aufmerksam in die Dunkelheit hinein zu hören und aufzupassen, das sich nichts unbemerkt an ihn und seinen Freund heranschleichen konnte.

Die tanzenden Flammen, die sich in seinen Augen spiegelten sah er nicht. Er sah nur das, was er immer sah, wenn sein Geist sich zu beruhigen versuchte. Er sah seine Schwester Sheyona. Er sah ihre großen Augen, in denen sich die Flammen widerspiegelten. Die Flammen, die das Gasthaus im Dorf der Bluthufe zerstörten. Er sah das Blut, das aus ihrem Mund sickerte und er sah die Schäfte der Pfeile, die abgebrochen waren, als Sheyona nach mehreren Treffern zusammengebrochen war, aus ihrer Brust und ihrem Bauch ragen. Er sah Sheyona, so wie sie starb.
Diese Nacht würde er nie vergessen. Sie hatte sich in seine Erinnerungen eingebrannt. Sie waren ohne Warnung gekommen, sie begannen ihr blutiges Werk ohne Grund und Sinn. Panik war ausgebrochen, alle rannten durcheinander und es dauerte eine Weile bis man erkannte, wer da eigentlich das friedliche Dorf der Bluthufe angriff, denn es waren ebenfalls Tauren gewesen: Grimmtotem!
Caiute war noch jung. Er war schnell auf den Beinen und kampfbereit, sobald erkennbar war, wer der Feind war. Pfeil um Pfeil hatte er von der Sehne seines Bogens schnellen lassen und Amarunaq war immer in seiner Nähe, kämpfte mit ihm, so wie er es immer tat. Und Amarunaq konnte sie selbst in der Dunkelheit finden, konnte Freund und Feind sicher unterscheiden und die blutige Ernte, die Caiute und Amarunaq unter den Grimmtotem hielten, war reich.
Dann fand er Sheyona. Sie war tot. Keine letzten Worte, kein Abschied. Seine kleine Schwester war nicht mehr bei ihm. Sie war stolz gewesen, als ihre erste Wandlung zu einer Bärin gelang und jetzt würde sie sich nie wieder verwandeln. Caiute konnte sich an nichts mehr erinnern. Er wusste nicht mehr, wann sie Sheyonas Körper geholt hatten, er wusste nicht, wie er in seine Decken gekommen war, er wusste nichts außer dass Sheyona nicht mehr da war. Und er wusste, dass die Grimmtotem ihr Blut vielfach zurück zahlen mussten. Und Amarunaq war bei ihm, saß auf seinen Hinterläufen und ließ ein trauriges Coyotenlied in die Nacht aufsteigen, das vom Kummer und Schmerz seines Freundes kündete. Und seine Brüder da draußen sangen mit ihm.
Nach der Nacht des Schreckens, als Baine, der neue Häuptling, verkündete, man werde die Grimmtotem ziehen lassen, war der Aufschrei des Zorns laut aus den vielen Kehlen derer, die Freunde, Verwandte oder Liebende verloren hatten. Auch Caiute war unter ihnen, obwohl seine Eltern ihm gesagt hatten, dass vergossenes Blut immer nur neues Blut hervorbringen würde und sie gaben Baine recht. Doch Caiute konnte und wollte das nicht akzeptieren. Caiute wollte die Grimmtotem bestrafen für die Schrecken dieser einen Nacht, für den Tod Cairnes und für den Tod seiner kleinen Schwester Sheyona.
Die Diskussionen unter den Tauren waren hitzig, Baines Entscheidung war nicht bei allen auf Liebe oder Verständnis gestoßen. Caiute gehörte zu denen, die Baines Entscheidung nicht akzeptierten und er entschloss sich, seine Ausbildung als Jäger des Stammes dazu zu nutzen, zukünftig ein anderes Wild zu jagen. Unter reichlichen Tränen seiner Eltern verließ er den Stamm. Er würde nicht zurückkehren bevor sein Durst nach Vergeltung und Grimmtotemblut gestillt war. Er würde sie jagen, wo auch immer er sie fand.

Amarunaqs Kopf schob sich unter seinen Arm und legte sich auf seinen Oberschenkel. Wie aus einer Trance wachte er auf. Der traurige Blick aus Amarunaqs Augen ließ ihn lächeln.
„Ich bin hier, mein Freund.“
Doch dann fiel sein Blick auf die andere Seite seines Feuers. Wie so oft, wenn er Grimmtotem getötet hatte, kam sie nachts zu ihm. Sheyona.
Die schwach leuchtende Geisterwölfin betrachtete ihn ruhig. Niemals machte sie ein Geräusch oder gab einen Laut von sich. Sie sah ihn immer nur an und er glaubte die Dankbarkeit in ihren Augen zu sehen. Oder war es Mitleid? Er wusste es nicht. Er hatte anfangs geglaubt, er töte die Grimmtotem für sie. Doch in Wahrheit tötete er sie für sich, für sein Verlangen nach Vergeltung. Sheyona würde dort sitzen und ihn ansehen, bis ein eingeschlafen war, still wie ein Geist. Am Morgen würde sie fort sein. Wie immer.

Caiute dachte daran, wie stolz Sheyona gewesen war, als man ihm seinen eigenen Namen gab: Sturmkrähe. Er hatte oft von einer Krähe geträumt. Diese Krähe hatte ihn immer gewarnt, wenn etwas passieren würde. Angriffe der Gnolle und Harpyien als er jünger war, die Rückkehr der Geißel und des Lichkönigs und die Verwüstungen durch Todesschwinge. Immer warnte ihn die Krähe vor Katastrophen und da er immer recht behielt, nannten ihn die Alten bald Sturmkrähe. Die Krähe hatte ihn oft gewarnt aber nie hatte sie alle schlimmen Dinge, die ihm zustießen, vorhergesagt. Ausgerechnet den Angriff der Grimmtotem hatte sie ausgelassen. Dieses eine Mal hatte die Sturmkrähe keine Warnung krächzen können.
Sein Blick wanderte zum Horizont. Er sah Feuer in der Nacht und schmale Rauchsäulen vor dem Vollmond. Ein Grimmtotemlager.
Er legte sich nieder und lächelte die Geisterwölfin noch einmal an, bevor er die Augen schloss. Morgen würde wieder ein langer, harter Tag werden, denn es waren noch immer Grimmtotem in der Nähe…

* * *

Hallo,

ich habe auf Die Aldor neu angefangen, weil ich im Forum die Planung für eine Tauren-Themengilde gelesen habe. Leider wurde das Projekt abgebrochen und auf Eis gelegt. Nun stehen Caiute und sein treuer Begleiter, der Coyote Amarunaq, ziemlich allein in Azeroth da.
Als ich dann von euch gelesen habe, dachte ich, ein Versuch kann nicht schaden. Caiute kann eine neue Heimat gebrauchen.

Wäre nett mal von euch zu hören oder lesen.

Viele Grüße

Caiute Sturmkrähe
(aka Werner)
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Caiute Sturmkrähe

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BeitragThema: Re: Caiute Sturmkrähe stellt sich vor   So Mai 08, 2011 9:40 am

Vielen Dank für die Einladung zur Hochzeit und die erste Kontaktaufnahme.
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